Klönschnack mit dem „Plattschnacker“ Kuno Karls: Durch die humorvollen Anekdoten in Mundart werden bei den Senioren im Kursana Domizil Stralendorf eigene Erinnerungen geweckt.
Rund 30 Bewohnerinnen und Bewohner sind alle zwei Monate dabei, wenn der bekannte Stadtchronist Kuno Karls das Kursana Domizil Stralendorf besucht und aus seinen plattdeutschen Erzählbänden „Fiek´n hät schräben ut Hagenow“ vorliest. „Die Stimmung ist immer toll. Selbst Senioren, die sonst sehr unruhig sind, hören Kuno Karls eine Stunde lang sehr aufmerksam zu und himmeln ihn an“, erzählt Betreuungskraft Angela Abel.
Seit mehr als fünfzig Jahren sammelt der ehemalige Optikermeister aus Hagenow in seiner Heimatstadt Alltagsanekdoten seiner Mitbürger. Die Episoden gelebter Zeitgeschichte hat der Stadtchronist genauso notiert, wie sie ihm berichtet worden sind. Die Lebendigkeit der Schilderungen reißt seine Zuhörer immer wieder mit. Im Domizil widmete sich Kuno Karls dieses Mal dem Jahrzehnt nach dem Mauerfall, in dem sich die Menschen im Osten neu finden mussten und der Kontakt zu Bürgern aus dem Westen von Neugier, Missverständnissen und Konflikten geprägt war. „Das kenne ich auch“, „Das kommt mir bekannt vor“ kommentierten die Bewohner die humorvollen Anekdoten. „Die Senioren fühlen sich schnell an eigene Erlebnisse in der Vergangenheit erinnert und beginnen oftmals nach der Lesung, selbst zu erzählen“, hat Kuno Karls oft erlebt. „Ich freue mich immer wieder daran, wie sie dabei aufblühen. Viele kommen nach der Veranstaltung noch zu mir, um mir die Hand zu schütteln und sich für den Besuch zu bedanken.“
Zur Übersicht