Ursula Einhoff ist in eine fremde Welt eingetaucht und begegnete so manchem Kelten.

 
24.09.2025

Senioren erleben die Kelten hautnah

Die Senioren aus dem Kursana Domizil Wöllstadt sind zu einer faszinierenden Reise in die Vergangenheit aufgebrochen und haben im Museum am Glauberg Geschichten gehört und viel über die Geschichte der Kelten erfahren.

Wöllstadt. Bei einem Rundgang durch den Garten des 2011 eröffneten Keltenmuseums am Glauberg informierten sich die Senioren über die kulturhistorische Bedeutung des Fundareals am Ostrand der Wetterau. Sie entdecken heimische Pflanzen und beschäftigten sich mit der Lebensweise der Kelten, die eine enge Verbundenheit zur Natur hatten. Am Berg bot sich ein schöner Ausblick über die sanften Hügel der Wetterau.

Das Museum „Keltenwelt“ wurde 2011 auf Wiesen und Feldern gebaut und eröffnet, da sich auf dem Areal bedeutende archäologische Fundstellen der keltischen Eisenzeit befinden. Entdeckt wurden auf dem Glauberg Überreste der ehemals befestigten Höhensiedlung und Hinweise auf außergewöhnliche Bestattungen der Kelten.

Die Besuchergruppe aus dem Kursana Domizil tauchte in die Welt der Kelten ein und bewunderte die Original-Fundstücke sowie die detailreichen Rekonstruktionen und multimedialen Präsentationen. Ein Highlight der Ausstellung war der berühmte „Keltenfürst“ mit seinem markanten Kopfschmuck, der bei der älteren Generation für Staunen sorgte. Ein Team von Archäologen hatte das Bildnis eines keltischen Kriegers mit seiner charakteristischen Blattkappe zwei Jahre nach dem Grabfund nur wenige Meter davon entfernt geborgen. Die Figur gilt als einzigartiges Relikt keltischer Steinmetzkunst.

Das Museum bot den Wöllstädtern einen guten Überblick über die keltische Besiedlung Hessens. „Es ist unglaublich, wie viel Mühe und Arbeit das Leben damals bedeutete“, sagte eine Besucherin und in der Runde war man sich einig, dass es gut sei, heute zu leben, „früher war das ganz schön anstrengend.“ Apropos Dolce Vita: Zum Abschluss besuchten die Senioren das Bistro des Museums und genossen nach der Zeitreise im Hier und Jetzt Kaffee und Kuchen sowie die tolle Aussicht auf die Wetterau.

 

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