Bei der musikalischen Weltreise mit Entertainerin Heidi Hedtmann sangen die Senioren die Evergreens mit und kamen in Schwung.

 
22.07.2026

Musikalische Weltreise kennt keine Grenzen

Die Senioren im Kursana Domizil in der Hagenstraße sind mit der Entertainerin Heidi Hedtmann zu einer musikalischen Weltreise aufgebrochen und haben dabei ganz unterschiedliche Länder, Städte und Regionen wie Mexiko, New York, Capri oder das Salzkammergut kennengerlernt.

Alzey. Der Saal im Kursana Domizil verwandelt sich an diesem Nachmittag in einen Bahnhof ohne Gleise. Kein Koffer wird gepackt, keine Fahrkarte gelöst – und trotzdem starten die Senioren zu einer Tour quer über den Globus und machen in verschiedenen Ländern Station. Ausgangspunkt der musikalischen Reise ist der Wolfgangsee in Österreich, wo einst „Im weißen Rößl“ schöne Melodien erklangen, an die sich die Senioren noch gut erinnern. Die Bilder von Peter Alexander in der berühmten Verfilmung des Singspiels von 1960 werden wieder lebendig. Der Künstler hatte die Hotelgäste mit seinen Liedern musikalisch begrüßt.

Bei der Reise von Alzey rund um die Welt ist die Sängerin Heidi Hedtmann tonangebend. Die Entertainerin gehört seit vielen Jahren zu den bekannten Stimmen der deutschen Unterhaltungsmusik. Sie absolvierte eine klassische Gesangsausbildung, beherrscht ein riesiges Repertoire, darunter die Lieblingslieder der Senioren. Zur älteren Generation hat Heidi Hedtmann eine besondere Beziehung, denn vor ihrem musikalischen Durchbruch arbeitete sie im sozialen Dienst einer Senioreneinrichtung. Diese Erfahrung prägt ihre Konzerte bis heute, das zeigte sich auch beim Auftritt im Kursana Domizil. Die Sängerin kennt die Lebenswelten älterer Menschen und schafft mit Musik emotionale Momente, in denen Erinnerungen wach werden und beim Singen ein Gefühl von Gemeinschaft entsteht.

Die Senioren fahren auf ihrer Reise vom „Weißen Rößl“ aus weiter nach Bella Italia, wo es romantisch wird, als bei „Capri die rote Sonne im Meer versinkt“. Schnell tauchen Erinnerungen auf an den Schlagersänger Rudi Schuricke, der mit dem Lied 1949 einen Welthit landete oder an die Flippers, Vico Torriani und Karel Gott, die die Senioren vor Jahrzehnten im Fernsehen mit den Capri-Fischern erlebt haben.

Die Stimmung war auf dem Höhepunkt, als die Sängerin den Hit „Die Hände zum Himmel“ anstimmte. Alle machten begeistert mit und wirbelten die Arme durch die Luft nach oben, nach unten, nach vorne und nach hinten. Wolfgang Böll brachte es auf den Punkt: „Das ist wirklich so schön und ich freue mich sehr auf viele solcher Nachmittage“. 

Bei der Tour durch die Länder zeigte sich, dass Musik grenzenlos ist. Die beliebten Lieder öffnen die Herzen und machen die Erlebnisse von damals, die mit Emotionen verbunden sind, wieder lebendig. Ingrid Stein, Vorsitzende des Heimbeirats, zeigte sich begeistert. Sie bedankte sich bei Heidi Hedtmann für das Konzert und forderte spontan eine Zugabe. Gemeinsam tourten die Senioren am Ende der Reise nach Mexiko und stimmten alle den Evergreen „Sierra Madre“ an – ein bewegender Schlusspunkt eines Nachmittags, der lange nachklang.

 

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