Die Zeitungen brachten die Senioren im Kursana Domizil in Schwung. Viele in der Gymnastikstunde waren überrascht, was mit einer Zeitung alles möglich ist.

 
30.03.2026

Zeitungen bringen Senioren in Bewegung

Im breiten Spektrum des Aktivitäten- und Beschäftigungsprogramms haben die Senioren im Kursana Domizil Alzey in der Gymnastikstunde etwas Neues entdeckt: Mit einer Zeitung lässt sich weit mehr anfangen, als nur die Schlagzeilen zu lesen.

Alzey. Nicole Wodarz vom Team der Sozialen Betreuung hat im Fortbildungsseminar „Spielerisch bewegen mit Alltagsgegenständen“ neue methodische Impulse erhalten, die sie beim Treffen der Senioren in der Gymnastikstunde auch gleich in die Praxis umsetzte. Was liegt griffbereit, kostet nahezu nichts und steckt voller therapeutischer Möglichkeiten? Die Tageszeitung. Mehrere Blätter standen in der jüngsten Bewegungseinheit der Senioren im Mittelpunkt und viele staunten, was man damit alles anfangen kann. Mit den Zeitungen wurde eine doppelte Aktivierung erreicht, die motorische und mentale Prozesse verbindet.

Der einfache Umgang mit einer Zeitung entwickelte sich schnell zu einer vielseitigen Übungseinheit mit einer breiten Palette an Möglichkeiten, Motorik und kognitive Fähigkeiten zu verbessern. Bewegungsförderung ist nicht immer auf spezielle Geräte angewiesen. Zunächst haben die Senioren die Zeitung aufgeschlagen – einzelne Schlagzeilen wurden vorgelesen, womit gleichzeitig Sprachkompetenz und Aufmerksamkeitsfokus angesprochen wurden. Anschließend folgten Übungen zur Grob- und Feinmotorik. Auf dem Plan standen dann das Heranziehen der Zeitung mit den Füßen sowie das gezielte Zusammenfalten mit den Fußsohlen. Den Abschluss bildete das Zerreißen des Papiers. Das erfordert die Koordination beider Hände sowie die motorische Kontrolle und stärkt die Kraft der Finger.

Beim wiederholten Falten der Blätter stellte die Gruppe fest, dass das Falten wegen des exponentiellen Wachstums der Dicke Grenzen hat und nicht mehr als sieben Mal möglich ist. Ingrid Stein nimmt regelmäßig an der Gymnastikstunde teil und war beeindruckt, was alles in der Zeitung stecke. Sie brachte die Erfahrung der Gruppe auf den Punkt: „Das war wirklich mal was Neues, das können wir gerne öfter machen. Man denkt gar nicht, wie anstrengend das sein kann – ist ja schließlich nur eine Zeitung.“ Auch Doris Machinski, Karl Ludwig Köhm und Elisabet Weber beteiligten sich aktiv an den Fußübungen und zeigten, welche Präzision und Ausdauer die scheinbar einfachen Bewegungsabläufe tatsächlich abverlangen.

Das Team der Sozialen Betreuung im Kursana Domizil wird aufgrund der guten Erfahrungen, dass Zeitung mehr als Papier ist und des positiven Feedbacks der Senioren auch weiterhin vertraute Alltagsgegenstände nutzen, um Bewegung, Gedächtnistraining und soziale Interaktion zu verbinden.

 

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