Als neuer Mitarbeiter im Domizil Aurich bekommt Andre Hofmann eine Schulung bei der erfahrenen „Vivendi“-Multiplikatorin Irina Bauder.
Aurich. Als Irina Bauder 2013 als Praktikantin im Kursana Domizil Aurich in den Pflegeberuf hineinschnupperte, wurden die Pflegeakten der Bewohner noch handschriftlich geführt und im Hängeregister aufbewahrt. Drei Jahre später – Irina Bauder steckte mitten in der Ausbildung zur Fachkraft – wurde im Unternehmen die Software „Vivendi“ für das digitale Pflegemanagement eingeführt. Heute unterstützt die Pflegefachkraft als ausgebildete „Vivendi“-Multiplikatorin alle Kolleginnen und Kollegen dabei, fit für das Erstellen der digitalen Akten am Computer zu werden. Besonders engagiert widmet sie sich dabei denen, die wie sie selbst ursprünglich nicht aus Deutschland kommen. „Ich habe im Domizil auf meinem Weg so viel Hilfe bekommen. Heute kann ich dafür etwas zurückgeben“, sagt die 47-Jährige.
Einmal im Monat findet im Domizil der „Vivendi“-Sprechtag statt, an dem Irina Bauder neue Mitarbeitende im Umgang mit der Software schult. So schafft sie die Voraussetzung dafür, dass die neuen Kolleginnen und Kollegen aus der Pflege ihre Maßnahmen in die digitale Akte einpflegen können. Der große Vorteil: Durch die zentrale Datenverwaltung ist die Akte stets aktuell, und alle wichtigen Informationen sind jederzeit für alle Berechtigten zugänglich. „Wenn man erst einmal mit dem System vertraut ist, macht die Arbeit am Computer auch großen Spaß“, weiß Irina Bauder. Ältere Mitarbeitende, die am PC ungeübt sind, kommen manchmal mehrfach zu ihren Schulungen. Und auch zwischendurch hat sie für alle Fragen immer ein offenes Ohr und hilft im Arbeitsalltag weiter. „Zum Glück kann ich gut motivieren“, sagt Irina Bauder und lacht. „Ich sage immer: Ich musste erst einmal die deutsche Sprache lernen und habe es geschafft. Dann wirst du es auch schaffen. Und dann wirst du sehr stolz auf dich sein.“
Ein weiterer Pluspunkt der digitalen Datenverwaltung ist, dass die umfangreichen Pflegeakten jederzeit für Prüfungen des Medizinischen Dienstes abrufbar sind. Und dass „Vivendi“ zusätzlich den Abrechnungsprozess erleichtert. „Die Nutzung der Software ist auf vielen Ebenen eine Erleichterung“, sagt Direktorin Kati Klonz. „Da die Dokumentationspflicht in der Pflege immer umfangreicher wird, ist die zentrale Datenverwaltung wirtschaftlicher. Dadurch bleibt mehr Zeit für das Wesentliche: den Menschen.“
Zur Übersicht