Sabrina Günther ist es wichtig, die Bewohner zu motivieren und einzubeziehen

 
21.11.2025

Sabrina Günther ermutigt die Bewohner

Seit eineinhalb Jahren ist Sabrina Günther Leiterin der Betreuung. Sie hat frischen Wind in den Bereich gebracht.

Eisenhüttenstadt. Sabrina Günther ist der Überzeugung, dass jeder Bewohner – egal welchen Alters und welcher gesundheitlichen Konstitution – noch Dinge kann, die früher ganz selbstverständlich für ihn waren und dass er damit etwas zur Gemeinschaft beitragen kann. „Mir ist wichtig, die Bewohner zu motivieren und ich freue mich immer, wenn das gelingt“, beschreibt die 41-Jährige ihren Betreuungsansatz.

Ob jemand Wäsche zusammenlegt, Stifte anspitzt oder sich ganz genau an ein Kuchen- oder Marmeladenrezept erinnert – sie freue sich mit den Bewohnern, die glücklich sind, wenn ihnen etwas gelingt, von dem sie dachten, sie könnten das nicht mehr.

Die ausgebildete Heilerziehungspflegerin ist der festen Überzeugung, dass die Aufgabe ihres Teams darin besteht, dafür zu sorgen, dass die Bewohner beschäftigt sind und sich gebraucht fühlen. Das heißt nicht, dass im Kursana im Archenholdring nicht auch Musiker und Chöre zum Konzert aufspielen oder mit der Bimmelbahn ein Ausflug gemacht wird.  Doch die meiste Energie und viele Ideen setzt die Mutter einer 11-jährigen Tochter in Programme, bei denen die Bewohner aktiv werden können. Sei es die Modenschau, wo sie als Modell mitmachen, der Vortrag eines Jägers, bei dem sie die Tiere des Waldes erkennen sollen oder das gemeinsame Kochen, Backen, Marmelade oder Likör herstellen.

Elf Jahre hat die engagierte Frau im Ausland gearbeitet, wo eine solche Arbeitsweise selbstverständlich war.  Dort sei Vieles möglich gewesen. „Ich war frei in meiner Arbeit“, beschreibt sie das. Es wurde gemacht und gelebt. Keiner habe sich immerzu absichern wollen.

Als sie der Familie wegen nach Deutschland zurückgekommen ist, sei sie ziemlich hart auf dem Boden der Tatsachen angekommen. An mehreren Arbeitsorten probierte sie sich aus und war nicht glücklich. Im Kursana Domizil Eisenhüttenstadt unter der Leitung von Direktorin Katrin Weise habe sie den Platz gefunden, an dem sie ihre Ideen umsetzen kann.

In der kurzen Zeit ihres Hierseins hat sie viele Kontakte geknüpft und Kooperationen organisiert, wie die mit dem Museum für Alltagskultur.  Die Rikscha, die die Stadt Pflegeeinrichtungen zeitweise zur Verfügung stellt, fährt sie wie selbstverständlich selbst.

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