Dozentin Andrea Wogaztke (von links) freut sich über das große Fortbildungsengagement von Hajar Benaissi, Hasna Belqas, Ons Soulilem Ep Chouri, Istivan Qasim und Ebru Ciftci.
Gütersloh „Fit für den Pflegeprozess“: An einer hausinternen Fortbildung haben im Kursana Domizil Gütersloh fünf internationale Pflegekräfte teilgenommen. Das Ziel: „Die Teilnehmenden sollen auf die Anforderungen der professionellen Pflege und Betreuung in Deutschland vorbereitet werden“, berichtet Jessica Hagenkötter, Leiterin der sozialen Betreuung.
In der Senioreneinrichtung am Tiefenweg haben Fortbildungsmaßnahmen einen bedeutenden Stellenwert. Denn das Kursana Domizil Gütersloh bietet seinen Bewohnerinnen und Bewohnern eine Vielzahl an Service-, Betreuungs- und Pflegedienstleistungen. Um diese Versorgungsqualität langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln, investiert das Haus gezielt in die Qualifizierung seiner Mitarbeitenden. Das Kursana Domizil Gütersloh hat aus diesem Grund ein spezielles Ausbildungsprogramm für internationale Pflegefachkräfte ins Leben gerufen.
Im Rahmen dieser Ausbildung sind in der Senioreneinrichtung aktuell vier junge Menschen auf dem Weg ihrer beruflichen Anerkennung in Deutschland. Darunter ist Ebru Ciftci. Die 28-Jährige stammt aus der Türkei und zählt seit eineinhalb Jahren zum Kursana-Team. Mit dabei auch zwei junge Frauen aus Marokko: Die 35-jährige Hasna Belqas und die 25-jährige Hajar Benaissi sind jeweils seit acht Monaten im Kursana Domizil im Einsatz. Desweiteren profitierte der 28-jährige Istivan Qasim von der Qualifizierungsmaßnahme. Er kam vor zwei Jahren aus dem Irak nach Deutschland und ist seit zwei Monaten bei Kursana.
Ons Soulilem Ep Chouri, bereits ausgebildete Pflegefachkraft, nahm ebenso an der Fortbildung teil. Sie ist 34 alt, stammt ursprünglich aus Tunesien, lebt seit zwei Jahren in Deutschland und ist seit drei Monaten im Kursana Domizil Gütersloh tätig. Einige der Fortbildungsteilnehmenden waren bereits in ihren jeweiligen Herkunftsländern im Pflegebereich tätig.
Unter dem Titel „Fit für den Pflegeprozess“ bauten die Teilnehmenden während der Fortbildung unter der Leitung der Dozentin Andrea Wogaztke ihre Kompetenzen für den Arbeitsalltag weiter aus. „Neben den Strukturen des deutschen Gesundheitswesens standen insbesondere das pflegerische Selbstverständnis, eine wertschätzende Haltung sowie die praktische Umsetzung im Pflegeprozess im Mittelpunkt“, so die Dozentin. Demnach erarbeiteten die Teilnehmenden anhand konkreter Fallbeispiele, wie sich individuelle Bedürfnisse, Fähigkeiten und Lebenssituationen von Bewohnerinnen und Bewohnern in die Pflegeplanung und tägliche Versorgung einbeziehen lassen.
„Mit dem Fortbildungsangebot fördert das Kursana Domizil in Gütersloh die berufliche Integration internationaler Pflegekräfte und stärkt zugleich die Qualität einer menschlichen, kompetenten und personenzentrierten Pflege“, sagt die Leiterin der sozialen Betreuung. Das große Ziel rückt näher, denn dann werden alle Teilnehmenden nach ihrer Anerkennung als Pflegefachkraft tätig sein. Die Prüfung wird im dritten Quartal 2026 stattfinden.
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