Pflegekräfte im Anerkennungsjahr: Die 25-jährige Haja Belquas (links) und die 34-jährige Hasna Benoussi freuen sich über den herzlichen Empfang.
Gütersloh. Herzlicher Empfang im Kursana Domizil Gütersloh: Die 25-jährige Haja Belquas und die 34-jährige Hasna Benoussi lassen keine Zweifel aufkommen. Sie seien sehr freundlich aufgenommen worden, sind sich die beiden jungen Frauen aus Marokko einig. Vor wenigen Wochen noch haben beide als ausgebildete Pflegefachkräfte in einem Krankenhaus in Marokko gearbeitet. Jetzt sind sie nach Gütersloh gekommen, um im Kursana Domizil das Pflegeteam zu verstärken.
„Der Kontakt zu uns entstand durch eine Vermittlungsagentur“, berichtet Kursana-Mitarbeiterin Jessica Hagenkötter, die Leiterin der sozialen Betreuung. Der Hintergrund: In der Senioreneinrichtung am Tiefenweg betreibt die Einrichtungsleitung um Kursana-Direktor André Weinberg in Zeiten des Fachkräftemangels eine vielschichtige Personalakquise. Über eine Vermittlungsagentur ist es gelungen, die beiden jungen Frauen aus Marokko als Verstärkung zu gewinnen.
Im Kursana Domizil sind beide zunächst als Pflegehilfskräfte im Einsatz. Die 25-jährige Belquas und die 34-jährige Benoussi durchlaufen für ein Jahr ein Anerkennungsverfahren, damit ihre bereits abgeschlossene Berufsausbildung auch in Deutschland gilt. Seit Anfang November schon seien sie als Pflegehilfskräfte tätig, berichtet Mitarbeiterin Hagenkötter. „Sie machen ihr Anerkennungsjahr, damit sie auch in Deutschland als Pflegefachkräfte arbeiten dürfen“, sagt die Leiterin der sozialen Betreuung.
Die neuen Teammitglieder stammen beide aus dem Norden Marokkos: Die 25-jährige Belquas aus der Stadt Sale, die 34-jähre Benoussi aus Rabat. Verwandte oder Bekannte haben sie in Deutschland nicht. Sie seien auch gekommen, um Land und Leute kennenzulernen, erzählen die beiden ledigen Frauen. Deshalb wollen sie auch nach ihrem Anerkennungsjahr weiter in Deutschland bleiben. Um sich verständigen zu können, haben die beiden neuen Mitarbeiterinnen in Marokko sehr viel Deutsch gelernt.
Im Kursana Domizil haben sie bereits sehr gute Erfahrungen gesammelt: Alle im Kollegenkreis und in der Bewohnerschaft würden ihnen sehr helfen und seien auch sehr freundlich, berichten die beiden jungen Marokkanerinnen fast gleichlautend.
Im Kollegenkreis haben beide auch schon viel über sich selbst berichtet: „Hasna näht gerne in ihrer Freizeit. Haja kocht sehr gern marokkanisch“, erzählt Kursana-Kollegin Hagenkötter. Zurzeit wohnen die neuen Mitarbeiterinnen noch im Kursana Domizil. „Aber sie wollen demnächst in eine eigene Wohnung in Gütersloh ziehen“, weiß Hagenkötter.
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