Mit den beiden Bewohnerinnen Margrit Wild (l.) und Brigitte Bockelmann (r.) verbindet Annegret Mohr bereits vor ihrem Einzug in die Residenz eine gute Freundschaft.
Hamburg. Seit Wochen schon sortiert Annegret Mohr Überflüssiges aus ihrem Leben aus: Möbel, Kleidung, Papierkram. Wenn die 88-jährige Niendorferin den letzten Aktenordner auf ihrem Tisch durchgesehen hat, ist es geschafft. „Ich bin bereit für den Umzug ins betreute Wohnen und warte täglich auf neue Wohnungsangebote aus der Kursana Residenz“, sagt die rüstige Seniorin, die sich selbst als „Planerin“ charakterisiert. „Ich habe mein Leben lang nicht in den Tag hineingelebt, sondern vorgesorgt. Die Vernunft sagt mir, dass ich mich für ein neues Zuhause entscheiden sollte, bevor ich die Treppen zu meiner jetzigen Wohnung nicht mehr bewältigen kann.“
Da ihr 2019 verstorbener Lebensgefährte einige Jahre in einem Appartement der Residenz gelebt hat, ist Annegret Mohr der Alltag in der Senioreneinrichtung nicht fremd. „Ich habe damals das Leben dort mitgelebt und an einigen Veranstaltungen teilgenommen“, sagt die ehemalige Telekom-Mitarbeiterin, die bei der Küstenfunkstelle des Elbe-Weser-Radio in der Nähe von Cuxhaven gearbeitet hat, bevor sie 1978 zum Seefunk nach Hamburg wechselte. Auch nach dem Tod ihres Partners nahm Annegret Mohr bei Kursana weiterhin an der Handarbeitsgruppe und an Ausflügen und Theaterbesuchen teil. Außerdem unterstützt die leidenschaftliche Bastlerin seit einigen Jahren ehrenamtlich die Mitarbeitenden der sozialen Betreuung bei einigen Kreativangeboten. „Ich habe große Freude daran, mich im Haus einzubringen und habe dadurch schon einige Freunde gefunden“, erzählt Annegret Mohr, deren Familie in der Schweiz lebt.
Dass in der Residenz Physiotherapie und ein eigener ambulanter Pflegedienst vor Ort sind und ihre Ärzte dort Hausbesuche machen, gibt der Seniorin für die Zukunft Sicherheit. „Man sollte sich frühzeitig darüber Gedanken machen, wie man im Alter leben möchte und sich über alle Eckdaten informieren“, findet Annegret Mohr. Denn im Notfall habe man als hochbetagter Mensch keine Wahl mehr. Jetzt hingegen könne sie warten, bis das richtige Appartement auf sie zukommt. „Es soll statt Pantry eine separate kleine Küche haben und vor allem sonnendurchflutet sein“, sagt sie voller Freude auf den neuen Lebensabschnitt.
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