Neugierig bleiben und im Alter Neues wagen: Christel Hansen lernt in der Kursana Residenz Hamburg, auf der Veeh-Harfe zu spielen.

 
31.07.2026

Engagiert für eine starke Gemeinschaft

Christel Hansen (91) ist der Kursana Residenz in Niendorf seit der Eröffnung 1986 verbunden und vor 16 Jahren selbst eingezogen. Als langjährigste Bewohnerin hat sie das Leben in der Senioreneinrichtung aktiv mitgestaltet.

Hamburg-Niendorf. Als im Frühjahr 1986 der erste Bauabschnitt der Kursana Residenz in Niendorf eröffnet wurde, gehörte die Tante ihres Mannes zu den ersten Bewohnerinnen. „Die gute Anbindung an Geschäfte und die U-Bahn haben mir genauso wie das vielseitige Kulturprogramm im Haus gut gefallen“, erinnert sich Bewohnerin Christel Hansen anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Residenz. „Schon damals war die Entscheidung gefallen, dass wir dort später einmal selbst einziehen wollen.“ Als 2010 das eigene Zwei-Zimmer-Appartement eingerichtet war, verstarb nach 53 Ehejahren überraschend Christel Hansens Ehemann. „Im ersten Vierteljahr habe ich mich nur verkrochen. Meine Chance war, dass mich Mitbewohner hartnäckig dazu einluden, sie auf ihren Exkursionen zu begleiten und Mitarbeiterinnen mir anboten, kleine Aufgaben für die Gemeinschaft zu übernehmen. So wurde ich von der Trauer abgelenkt und fand zurück ins Leben. Dafür möchte ich anderen etwas zurückgeben.“   

Sie bietet allen neuen Bewohnern Unterstützung an

Der damaligen Direktorin Bärbel Eickhoff war aufgefallen, wie lebendig die ausgebildete Krankenschwester, Kinderkrankenpflegerin und Hebamme, die in leitender Funktion in der Kinder-Onkologie und später in der HNO-Klinik des UKE gearbeitet hat, von ihren zahlreichen Auslandsreisen berichten konnte. Sie bot Christel Hansen an, über ihre ehrenamtliche Arbeit für „Terre des Hommes“ und „Brot für die Welt“ in Afrika, Indien und Nepal Artikel für den Hauskurier zu schreiben. Bis heute steuert sie monatlich akribisch recherchierte Beiträge für die Hauszeitung bei und gestaltet mit ihrem umfangreichen Filmmaterial eine eigene Veranstaltungsreihe im Haus. Durch ihr Interesse an kulturellen Themen übernahm sie zudem die Leitung der hauseigenen Bibliothek und wirkt seit Jahren beim monatlichen Klassikabend mit. Auch wenn sich Christel Hansen heute nicht mehr im Heimbeirat engagiert, geht sie weiterhin auf neue Bewohner zu und bietet ihnen Unterstützung an. 

Neugier und Offenheit für ein gutes Leben im Alter

„Es ist wichtig, im Alter offen auf andere Menschen zuzugehen und neugierig zu bleiben“, sagt Christel Hansen und geht mit gutem Beispiel voran: Seit kurzem lernt sie in der Residenz, auf der Veeh-Harfe zu spielen und probt dafür, die Mitbewohner mit einem Konzert des hauseigenen Orchesters zu erfreuen.

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