25.11.2025
Eine „Superwoman“ im Pflegeberuf
Ilayda Günyüzlü (22) ist seit drei Jahren in Deutschland und hat in ihrem Traumberuf schon viel geschafft: Gleich nach der Ausbildung zur Altenpflegehelferin macht sie in der Residenz Wedel mit der Fachkraftausbildung weiter.
Wedel. Dass sie einmal in der Pflege arbeiten möchte, war Ilayda Günyüzlü schon seit Kindertagen klar. Damals erlebte sie in der Türkei, wie eine Krankenschwester, die ihre Ausbildung in Deutschland gemacht hatte, bei Heimatbesuchen Erkrankte unterstützte. „Sie war für mich eine echte Superwoman“, erzählt die 22-Jährige. „Es hat mich sehr beeindruckt, dass sie den Menschen mit so viel Herz und Wissen helfen konnte. Später haben mich die Gesundheits- und Biologiethemen in der Schule besonders interessiert und weiter dazu motiviert, im Pflegebereich zu arbeiten.“
Bei der Ausbildung möchte sie keine Zeit verlieren
Viele Familienmitglieder der jungen Türkin sind auf der Suche nach Arbeit in Deutschland oder den skandinavischen Ländern sesshaft geworden. Als Ilayda Günyüzlü zusammen mit ihrer Mutter vor drei Jahren dem Vater nach Deutschland folgte, sprach sie noch kein Deutsch. Schon während sie einen Sprachkurs besuchte, jobbte sie im hauswirtschaftlichen Bereich eines Hamburger Hotels als Vorarbeiterin. Nach einem Praktikum beim ambulanten Dienst der Diakonie in Wedel begann sie dort mit der einjährigen Ausbildung zur Altenpflegehelferin „Mir hat der herzliche Kontakt zu den Senioren gefallen, und ich bin gern mit dem Fahrrad oder dem E-Roller zu ihnen unterwegs gewesen. Es war eine tolle Zeit“, sagt sie. Im Februar 2025 wechselte Ilayda Günyüzlü zum ambulanten Dienst in die Kursana Residenz Wedel, wo sie durch Praxisanleiterin Anisoara Iancu mehr Unterstützung bei der Umsetzung des Lehrstoffs im Pflegealltag bekommen konnte. „Ani ist für mich wie eine große Schwester, sie steht mir immer zur Seite“, sagt Ilayda Günyüzlü, die nach dem Abschluss mit sehr guten Noten gleich mit der dreijährigen Fachkraftausbildung weitermacht. „Ich möchte keine Zeit verlieren und mir hier ein eigenes Leben aufbauen.“
Bei Spaziergängen an der Elbe tankt sie auf
Ihre Zukunft hat die engagierte junge Frau dabei schon vor Augen: Sie möchte gern in Wedel bleiben, weil sie bei Spaziergängen an der Elbe abschalten und auftanken kann. Und die Residenz sei längst ihr berufliches Zuhause geworden, sagt sie. „Ich finde es besser, mit den Senioren unter einem Dach zu arbeiten. So kommt man sich menschlich näher und bemerkt eher gesundheitliche Veränderungen. Und im Notfall ist immer Hilfe vor Ort.“ Außerdem weiß Ilayda Günyüzlü den Zusammenhalt im Team und die Weiterbildungsmöglichkeiten im Haus zu schätzen. Denn sie möchte noch viel lernen und genauso wie ihr Vorbild zu einer „Superwoman“ im Pflegeberuf werden.
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