15.09.2026
Junge Mutter startet beruflich durch
Durch flexiblere Arbeitszeitmodelle und den Zusammenhalt im Team auf der stationären Pflegestation der Kursana Residenz Wedel kann Pflegefachkraft Mandy Tesch dort auch mit zwei kleinen Kindern die Fortbildung zur Praxisanleiterin machen.
Wedel. Auf dem stationären Pflegebereich der Kursana Residenz Wedel wird der Wertewandel bei den Mitarbeitenden hin zu mehr Work-Life-Balance gelebt: Da Pflegedienstleiter Pit Hintelmann und seine Stellvertreterin Melissa Kulla selbst kleine Kinder haben, wissen sie, dass Familie und Beruf nur durch flexiblere Arbeitszeitmodelle und einen verlässlichen Zusammenhalt im Team unter einen Hut zu bringen sind. „Ohne den Rückhalt in meiner Familie und das Verständnis und die Unterstützung der Kollegen könnte ich mit meinen beiden kleinen Kindern nicht 30 Stunden pro Woche arbeiten und erst recht nicht die Weiterbildung zur Praxisanleiterin machen“, sagt Pflegefachkraft Mandy Tesch (35). „Das klappt wirklich nur im Zusammenspiel mit dem besten Team der Welt.“
Für einen wertschätzenden Umgang mit Senioren
Als Kind hat Mandy Tesch viel Zeit bei den Großeltern verbracht. Als ihr Großvater mit wenig Empathie in einer Pflegeeinrichtung versorgt wurde, stand ihr Berufswunsch fest: Sie wollte es später besser machen, ältere Menschen zugewandt und einfühlsam pflegen und wirklich auf die Bedürfnisse der Senioren eingehen. Nach dem Realschulabschluss 2010 machte Mandy Tesch die dreijährige Ausbildung zur Fachkraft und arbeitete sechs Jahre bei einem ambulanten Pflegedienst in Uetersen. Auf der Suche nach Veränderung wurde ihr die stationäre Pflege der Residenz empfohlen, die 2019 eine Nachtwache suchte. „Dort hat mir von Anfang an gefallen, wie wertschätzend die Mitarbeitenden mit den Bewohnern umgehen“, sagt sie. Für ihre Ende 2020 und Anfang 23 geborenen Kinder ging Mandy Tesch für insgesamt drei Jahre in Elternzeit und konnte bei der Rückkehr ihre Dienste auf die Bedürfnisse der Familie abstimmen: Seit 2024 arbeitet sie wochentags ausschließlich im Spätdienst. Dafür entlastet sie ihre Kollegen, indem sie an mindestens zwei Wochenenden im Monat flexibel einsatzbar ist.
Die empathische Haltung an den Pflegenachwuchs weitergeben
Ihre Wunsch-Weiterbildung zur Praxisanleiterin für Auszubildende kann Mandy Tesch jetzt berufsbegleitend im Präsenzunterricht online absolvieren. In 300 Stunden lernt sie dort über sechs Monate Lehrmethoden, die Gestaltung von Lernprozessen und Ausbildungsplänen, Leistungsbeurteilung und viele praktische Übungen zur Anleitung des Pflegenachwuchses kennen. „Ich freue mich darauf, die Begeisterung für meinen Beruf weiterzugeben“, sagt sie. „Denn wer mit einer empathischen Haltung pflegt, bekommt viel von den Menschen zurück.“
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