Bewohnerin Albertine Peters genießt die Besuche von Nicole Schmerse und ihrer Rhodesian Ridgeback-Hündin „Kinaya“ in der Residenz Wedel.

 
23.04.2026

Therapiehund „Kinaya“ bringt Freude ins Haus

Wenn die Wedelerin Nicole Schmerse mit ihrem Vierbeiner die Residenz Wedel besucht, sind die Bewohner entspannt im Hier und Jetzt.

Wedel. Wenn Nicole Schmerse (51) am Donnerstagvormittag die Bewohnerinnen und Bewohner in der Kursana Residenz Wedel besucht, wird ihre zweijährige Rhodesian Ridgeback-Hündin „Kinaya“ von einigen Senioren schon sehnsüchtig erwartet: Dann wird mit dem sanftmütigen Vierbeiner gespielt und gekuschelt, und für den Moment sind alle gesundheitlichen Einschränkungen vergessen. „Es ist schön zu erleben, dass auch demenziell Erkrankte bei der Begegnung ganz entspannt im Hier und Jetzt sind und das Miteinander sehr genießen“, erzählt die Wedelerin Nicole Schmerse, die vor eineinhalb Jahren mit „Kinaya“ in die Ausbildung zum Therapiehund gestartet ist. „Bei vielen werden auch Erinnerungen wach und sie beginnen mit leuchtenden Augen von ihren früheren Haustieren zu erzählen.“

Hundekontakt tut Körper und Seele gut

Wissenschaftlich ist längst belegt, dass die Begegnung mit Hunden positive Effekte auf die Gesundheit hat: Der Blutdruck sinkt, Stress und Anspannung werden reduziert und der Körper schüttet vermehrt Glückshormone aus. Wenn ein Hunde-Fan auf einen Vierbeiner trifft, hellt sich gleich die Stimmung auf und es wird mehr gelacht. Nicole Schmerse, die früher als Erzieherin und Erziehungsberaterin für Kinder und Jugendliche gearbeitet hat, träumte immer schon davon, Menschen in schwierigen Lebenssituationen mit tiergestützten Interventionen zu unterstützen. Mit „Kinaya“ machte sie den Eignungstest am Hundeschulzentrum Kirmizi in Borstel-Hohenraden, absolvierte zehn Tagesblöcke mit Theorie- und Praxisunterricht und war bereits in einer Senioreneinrichtung und dem Kinderhospiz „Familienhafen Hamburg“ im Einsatz. Ihre theoretische Prüfung hat Nicole Schmerse bereits bestanden. Die praktische Prüfung möchte sie in der Residenz ablegen, wo sie mit „Kinaya“ seit sechs Wochen vorwiegend in Einzelkontakten auf dem stationären Pflegebereich und in der Tagesgruppe tätig ist.     

Die ehrenamtliche Arbeit ist zur Kraftquelle geworden

„Die gemeinsame Arbeit hat die Bindung zwischen Kinaya und mir intensiviert, wir sind zu einem festen Team zusammengewachsen“, sagt Nicole Schmerse, die nach jedem eineinhalbstündigen Einsatz in der Residenz einen langen Hundespaziergang einplant. „Es macht mich glücklich, wenn ich sehe, wie die Senioren von den Besuchen profitieren. Die ehrenamtliche Arbeit ist für mich selbst zu einer großen Kraftquelle geworden.“ 

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