Die Betreuung und Pflege von Senioren ist für Marsha Wahler – hier mit Hannelore Hofmann – ein Traumberuf. In der Kursana Villa Wiesbaden beginnt sie ihre Ausbildung zur Pflegefachkraft.
Wiesbaden. Die Betreuung und Pflege von Senioren ist für Marsha Wahler nicht neu. Mit 50 Jahren hat sie bereits viel Lebens- und Berufserfahrung und blickt auf einige Jahre zurück, in denen sie in einem mobilen Pflegedienst Senioren zuhause unterstützt hat. In der Kursana Villa in der Mosbacher Straße engagiert sich die Mutter von zwei Kindern bereits seit acht Jahren als Pflegeassistentin, somit ist der Wiesbadenerin bekannt, was die Arbeit mit Senioren ausmacht. „Meine Kinder sind groß, jetzt kann ich mehr für mich tun und deshalb habe ich mich für die Ausbildung zur Pflegefachkraft entschieden“, sagt sie.
Marsha Wahler weiß noch nicht genau, was sie in der 2020 neu konzipierten generalistischen Ausbildung erwartet. „Kann sein, dass es hart wird, wenn man mit 50 nochmal die Schulbank drückt.“ Doch sie blickt zuversichtlich auf ihr neues Ziel. Mit den Jahren der Erfahrung in der Pflege sind ihre fachlichen Kompetenzen, ihr Einfühlungsvermögen und ihr Selbstbewusstsein gestiegen. „Für mich ist das kein Beruf, sondern tatsächlich eine Berufung.“
Nach verschiedenen beruflichen Stationen – auch in den USA – fühlt sie sich in der Kursana Villa angekommen. Bei den Senioren, auch im Demenz-Wohnbereich, ist ihr zweites Zuhause. „Wenn der Job Spaß macht, schaust Du nicht auf die Uhr. Ich spreche gern mit den Senioren und bleibe manchmal länger. Bei der sozialen Arbeit stehe immer der Mensch im Mittelpunkt, deshalb gebe es viel Abwechslung, sagt sie. „Jeder Tag ist anders, da steckt viel Freude drin. Ich bin glücklich, wenn es den Bewohnerinnen und Bewohner gut geht.“ Marsha Wahler ist hochmotiviert und engagiert sich über das normale Maß hinaus, weil sie einen guten Zugang zu den Älteren habe und im Miteinander auf beiden Seiten Zufriedenheit sehe und spüre. „Ich habe schon früh gemerkt, dass ich einen besonderen Draht zu Älteren habe. Das liegt vielleicht daran, dass ich viele Jahre mit meinen Großeltern zusammengelebt habe. Senioren verstehen aufgrund ihrer Lebenserfahrung manches besser“, meint sie. „Von Opa und Oma habe ich viel bekommen, davon gebe ich jetzt gern etwas zurück.“
Marsha Wahler versteht es, zu den Menschen individuell Brücken zu bauen. „Meine Großeltern haben mit mir auch gern gesungen. Heute wundern sich manche Senioren, dass ich viele Volkslieder so gut kenne.“ Die Musik berührt Menschen auf einzigartige Weise, insbesondere bei dementiellen Erkrankungen eröffnen die alten Lieder Zugänge zu verschütteten Erinnerungen. „Manches ist vergessen, doch ich staune immer wieder, wie gut viele Senioren die Texte noch können.“ Neben der Musik erleichtert Marsha Wahler auch der Humor die Kommunikation, vor allem in schwierigen Situationen. Lachen wirkt wie ein Motivationsmittel und sorgt für Entspannung. „Die Ressource Humor stärkt den Zusammenhalt und verbessert die Betreuungsqualität“, so die Erfahrung der angehenden Pflegefachkraft, die sich im kollegialen Miteinander des Kursana-Teams wohlfühlt.
Kursana engagiert sich gezielt in der Nachwuchsförderung. Auszubildende erhalten eine individuelle Begleitung durch Praxisanleiterinnen und erfahrene Fachkräfte. In einer familiären Arbeitsatmosphäre schafft Kursana Karriereperspektiven mit Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten unter anderem in der eigenen Kursana-Akademie. Außerdem gibt es frühzeitig Gespräche zur Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Marsha Wahler hat das Gefühl, ihren Traumberuf gefunden zu haben. Sie will sich auch künftig weiterqualifizieren und dazu beitragen, den Senioren mehr Lebensqualität zu geben. „Das haben sie verdient“, sagt Marsha Wahler.
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