Neue Kooperation: Beim ersten Besuch der Gänsefüßchen-Kita im Kursana Domizil Barsinghausen haben die Senioren und der Nachwuchs jede Menge Spaß. Quelle: Kursana-Pressefotos

 
18.11.2024

Der Beginn einer großen Freundschaft

Im Kursana Domizil Barsinghausen haben die Bewohnerschaft und rund 20 Jungen und Mädchen der Kindertagesstätte Gänsefüßchen den Beginn einer großen Freundschaft erlebt. Der erste gemeinsame Spielenachmittag war der Auftakt eines herzerwärmenden Mehrgenerationenprojektes.

"Es wurde gemeinsam gespielt, gemalt und gesungen: Viele Kinder saßen schnell bei den Senioren auf dem Schoß“, berichtet Isabel Breuherr, die Direktorin des Kursana Domizils Barsinghausen. Sie beschreibt so die herzerwärmende Atmosphäre beim ersten Besuch der Kindertagesstätte (Kita) Gänsefüßchen in der Senioreneinrichtung am Deisterplatz.

Genau 18 Jungen und Mädchen der städtischen Kita haben mit ihren Erzieherinnen und der Kursana-Bewohnerschaft den Beginn einer großen Freundschaft erlebt. „Wir haben eine Kooperation mit der Kindertagesstätte geschlossen“, nennt Kursana-Direktorin Breuherr den Hintergrund des Kita-Besuches.

Die Senioreneinrichtung betreibt schon seit einigen Jahren auch mit der Kinderbude Barsinghausen ein gemeinschaftliches Mehrgenerationenprojekt mit regelmäßigen Treffen und Aktionen der älteren Menschen und der Kita-Kinder. Für die zweite Kooperation mit dem Kindergarten Gänsefüßchen sprach auch eine Besonderheit: „Es ist eine integrative Kita mit barrierefreien Zugängen und Räumen“, sagt Kursana-Direktorin Breuherr. Das mache es möglich, dass auch mobilitätseingeschränkte Senioren mit Rollstühlen und Rollatoren den Gänsefüßchen-Kindern künftig regelmäßig Besuche abstatten könnten. „Es gibt keine Stolperfallen“, so Breuherr.

Nun war zum Auftakt des neuen Zusammenschlusses aber zunächst einmal ein Kinderbesuch im Pflegeheim angesagt: „Bei uns waren 18 Jungen und Mädchen im Alter von drei bis fünf Jahren“, berichtet die Direktorin. Es sei ein absolut gelungener Vormittag gewesen. Das Fazit der Einrichtungsleiterin: „Die Senioren und die Kinder hatten jede Menge Spaß.“ Ein Kind habe sogar ein Schachspiel mitgebracht.

Die Kooperation ist ein gemeinschaftlich vereinbartes Projekt: „Die Treffen werden auch von den Erziehungskräften begrüßt und unterstützt. Im Vorfeld gab es auch bei einem Elternabend viel Zuspruch für die Pläne“, erzählt Breuherr.

Sie weiß auch von den seit einigen Jahren regelmäßigen Aktionen mit der Kinderbude Barsinghausen: „Es gibt für die Senioren nichts Schöneres als durch die Lebendigkeit der Kinder raus aus dem Alltag zu kommen.“ Sogar ältere Menschen mit Demenz seien sehr schnell am Strahlen beim Anblick und Umgang mit dem Nachwuchs. „Auch Demenzerkrankte öffnen sich dann und lachen sehr viel mit den Kids“, berichtet Breuherr von ihren Beobachtungen.

Einen großen Mehrwert haben die Treffen auch für den Nachwuchs: Für die Kita-Kinder mache es das generationsübergreifende Projekt möglich, Hemmschwellen zu überwinden. Die Bewohner des Seniorenheimes hätten den etwas schüchternen Jungen und Mädchen erste Berührungsängste rasch genommen. „Schnell saßen die ersten Kindern bei einigen Senioren auf dem Schoß. Dann wurde ausgelassen geplaudert und gespielt“, so Breuherr.

Auch die Direktorin amüsierte sich prächtig. Ein Kind habe zu ihr gesagt: „Das ist ja cool, wie viele Omis und Opis Du hast.“ Eine weitere kindgerechte Frage: Ob diese Großeltern alle im Kursana-Domizil auch übernachten würden? Die Antwort der Direktorin - „die wohnen sogar alle hier“ - habe das Kind verblüfft und schnell zu jeder Menge weiterer Fragen an die neuen Freundinnen und Freunde veranlasst, berichtet Breuherr berührt.

Die Direktorin blickt nach dem vorläufigen Abschied der Kita schon wieder voraus: „Regelmäßige Termin sind besprochen. Das nächste Mal kommen diese Kinder kurz vor Weihnachten zu uns.“ Für 2025 sei auch ein Besuch der Seniorinnen und Senioren in der barrierefreien Kita geplant, sagt Breuherr lächelnd.

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