Eine Ausflugsgruppe der Kursana Villa besucht im Landesmuseum Hannover eine Ausstellung mit Bildern des Künstlers Caspar David Friedrich.
Hannover. Ein Ausflug in das Landesmuseum hat jetzt einer Bewohnergruppe der Kursana Villa Hannover buchstäblich eine Zeitreise beschert. Die Seniorinnen und Senioren erblickten mit ihren Betreuungskräften an nur einem einzigen Vormittag gleich mehrere Lebensabschnitte. Hintergrund der besonderen Erfahrung war eine Ausstellung mit sechs Bildern des Künstlers Caspar David Friedrich, der als einer der bedeutendsten Maler der deutschen Romantik gilt.
Anlässlich des 250. Geburtstages des Künstlers zeigte das Landesmuseum Hannover sechs Gemälde aus der Friedrich-Werkfolge mit dem Titel „Vier Tageszeiten“. Um sich den bekannten Tageszeitenzyklus des Künstlers anzuschauen, war die Ausflugsgruppe am Vormittag mit dem hauseigenen Bus von der Senioreneinrichtung an der Zeppelinstraße aufgebrochen. „Mit dabei waren vier Bewohner und zwei Betreuungskräfte“, berichtet Kursana-Mitarbeiterin Anne Engeler, Leiterin der Sozialen Betreuung.
Der kunsthistorische Hintergrund für die anschließend erlebte Zeitreise: Die sechs Werke des Künstlers thematisieren die Entwicklung des menschlichen Lebens zwischen Geburt und Tod - dargestellt als Landschaft in ihrer tages- und jahreszeitlichen Veränderung.
„Man musste schon sehr genau auf die Tageszeiten achten, um die Menschen auf den Bildern in der Natur zu entdecken“, berichtet Kursana-Mitarbeiterin Engeler. Das Betrachten der detailreichen Bilder habe aber großen Eindruck bei den Senioren hinterlassen - und auch Faszination ausgeübt: „ Das sieht ja aus wie ein Foto“, habe ein Bewohner etwa festgestellt. „Wir waren auch überrascht über die Größe der Bilder“, erzählt Engeler. Eine Kursana-Bewohnerin habe die einhellige Meinung passend zusammengefasst: „Die Bilder sind alle überraschend klein.“
Die bildliche Zeitreise war jedoch nicht das einzige Erlebnis des Museumsbesuches: „Wir haben auch noch gemeinsam weitere historische Ausstellungsstücke wie Altäre und historisches Kreuze in der zweiten Etage des Museums betrachtet“, berichtet Kursana-Mitarbeiterin Engeler.
Trotz der kunsthistorischen Zeitsprünge seien aber alle Bewohner pünktlich zum Mittagessen wieder in der Kursana Villa gewesen. Engeler beschreibt die Stimmung der Ausflugsgruppe: „Alle meinten, dass es ein schöner Vormittag gewesen sei.“
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