Kursana-Direktorin Maren Landow-Hollstein gratuliert Frank Criée zum 105. Geburtstag.

 
26.02.2026

Seit 105 Jahren ein Multitalent mit Fernweh

Der Bewohner Frank Criée hat in der Kursana Villa Hannover seinen 105. Geburtstag gefeiert. Der rüstige Senior hat viel erlebt: als Funker, Immobilienmakler, Hochseeschiffer - und als Imker mit 16 Bienenvölkern.

Hannover. Frank Criée ist in seinem Leben weit herumgekommen. Und er hat viel zu erzählen - über seine verschiedenen Berufe, seine Reisen als Hochseeschiffer und seine Zeit als Imker. Wenn der rüstige Senior ins Plaudern kommt, wird es für Zuhörer spannend. In der Kursana Villa Hannover hat er jetzt seinen 105. Geburtstag gefeiert und einige Episoden aus seinem langen Leben beschrieben.

In der Senioreneinrichtung im Zooviertel hat es sich Criée in seinem Appartement häuslich eingerichtet. „Ich schätze die hotelartige Atmosphäre sehr und werde auch gut betreut“, hatte der langjährige Immobilienmakler schon vor einigen Jahren gegenüber Gästen die besondere Aufenthaltsqualität hervorgehoben.

Criée ist im Jahr 2015 aus seinem nahe gelegenen Haus in die Kursana Villa gezogen. In seinem Haus hatte er nach dem Tod seiner Ehefrau zunächst alleine gelebt und wurde später von einer Haushälterin betreut. Nach einer Hirnblutung und einem Krankenhausaufenthalt habe er sich zu dem Umzug in das Pflegeheim entschlossen, weil ihm das Sprechen und das Gehen nicht mehr möglich gewesen seien. „Nach etwa einem halben Jahr waren die Beschwerden zwar überstanden“, erzählt Criée. Trotzdem sei er im großzügigen Appartement der Kursana Villa geblieben.

Fernweh setzt als Schüler ein

Sein Fernweh setzte bereits als Schüler ein: Schon lange vor dem Zweiten Weltkrieg habe er sich bei der Luftwaffe beworben und sei als Anwärter für die Ausbildung zum Bordfunker eingestellt worden. „Kurz vor der Prüfung bekam ich aber Scharlach mit schwerem Verlauf und wurde nach der Genesung als nicht mehr flugtauglich eingestuft“, berichtet Criée.

Die Ausbildung habe er dann als Funktechniker beendet, aber nicht für die Luftwaffe. „Ich wurde erst etwa zwei Jahre nach Kriegsbeginn eingezogen und verrichtete meinen Dienst als Leiter der Funkwechsel auf Kreta“, beschreibt er eine der ersten Stationen fern der Heimat. Nach dem Krieg arbeitete Criée als Radiotechniker. Während dieser Zeit habe er auch noch eine Abendschule besucht und einen kaufmännischen Abschluss erworben.

Beginn der Maklerlaufbahn

Zu einem Wendepunkt kam es 1948: Sein Vater Georg sei aus russischer Gefangenschaft zurückgekehrt und habe den schon 1920 gegründeten Immobilienmaklerbetrieb weitergeführt. Als dieser Betrieb groß genug war, „um zwei Familien zu ernähren“, trat Sohn Frank der Firma als Teilhaber bei.

Später war Criée auch als Vorstand im Berufsverband Deutscher Immobilienmakler vertreten. Außerdem sei er zehn Jahre lang die Deutschlandvertretung des weltweit größten Dachverbandes der Immobilienberufe gewesen: Dessen Mitglieder seien jährlich im Dezember zu einem Treffen nach Paris gereist - und wieder kam der Weltenbummler ein Stück weiter herum.

Eine seiner weiteren Dienstreisen blieb ihm besonders in Erinnerung: In Venedig habe er die Architektur der Häuser aus einer Perspektive entdecken dürfen, „die Touristen normalerweise verschlossen bleibt“, beschreibt Criée das prägende Erlebnis. Sein Sohn Ralph ist es, der inzwischen den Maklerbetrieb leitet. „Er ist Diplom-Ingenieur im Bauwesen und hat Kaufmann für Wohnungswirtschaft studiert“, berichtet der Vater.

Viele Reisen auf hoher See

Wenn der rüstige Mann mit französischen Wurzeln ins Plaudern kommt, berichtet er auch von zahlreichen Reisen auf hoher See. Ein großes Hobby von Criée war das Segeln. Er habe sämtliche Segelscheine bis hin zum Titel „Sporthochseeschiffer“ gemacht. Dieses Hobby habe ihn mehrfach in die Karibik geführt. „Auch nach Griechenland und Dänemark bin ich regelmäßig gesegelt“, erzählt der 105-Jährige.

Ein weiteres Hobby entdeckte Criée für sich im Alter von 64 Jahren - und betrieb es „geradezu professionell“, wie er sagt.  „Ich hatte als Hobby-Imker 16 Bienenvölker, die pro Jahr bis zu achteinhalb Zentner Honig produziert haben“, sagt das weit gereiste Multitalent.

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