Bürgermeister Ralf Beßler im Gespräch mit den Mietern des Kursana Quartiers Sundern Manfred Müller und Marina Müller.

 
17.04.2026

„So etwas bräuchten wir auch“

Wie moderne Wohnformen für Senioren ein selbstbestimmteres Leben im Alter ermöglichen können, darüber informierte sich der Bürgermeister von Plettenberg, Ralf Beßler, bei einem Besuch im Kursana Quartier Sundern.

Allendorf. Vorausgegangen war eine Begegnung zum Tag der Generationen in Plettenberg. Nun war der Bürgermeister der Gemeinde nach Allendorf gekommen, um den begonnenen Dialog mit dem Kursana Quartier fortzusetzen. Bei Kaffee und Kuchen im Kaminzimmer erläuterte die Leiterin Katharina Giesler das besondere Wohnkonzept. Im Gegensatz zu herkömmlichen stationären Einrichtungen kombiniert es betreutes Wohnen mit ambulanter Pflege. Hinzu kommen eine Tagespflege für die Mieterinnen und Mieter sowie spezialisierte Wohngruppen für Menschen mit Demenz. 

Dank individueller, bedarfsgerechter Unterstützung sei eine selbstständige Alltagsgestaltung bis ins hohe Alter möglich, so Katharina Gießler. Sollte einmal mehr Hilfe nötig werden, könne in eine Wohngruppe gewechselt werden, ohne die vertraute Umgebung verlassen zu müssen. Ralf Beßler lobte zudem die gelebte Gemeinschaft im Quartier, die einer Vereinsamung im Alter entgegenwirke. 

Als später auch ehemalige Bürgerinnen und Bürger aus Plettenberg hinzustießen, entwickelte sich ein lebhafter Austausch über alte Zeiten und die Veränderungen im Ort. Die Seniorinnen und Senioren erzählten von den Gründen ihres Umzugs ins Quartier und dass sie sich dort wohlfühlten. Bürgermeister Beßler, seit knapp einem halben Jahr im Amt, berichtete seinerseits über die neuesten Entwicklungen in seiner Gemeinde. 

Bei einer anschließenden Hausführung ließ sich Ralf Beßler die verschiedenen Wohnbereiche zeigen und nahm sich Zeit für Gespräche mit weiteren Mieterinnen und Mieter. „So etwas bräuchten wir in Plettenberg auch“, war das Fazit seiner Eindrücke. „Wir sehen Kursana als Pionier im Bereich des Quartiers- Konzeptes“, so Katharina Gießler. Beßler lud sie ein, es in Plettenberg vorzustellen. Es solle geprüft werden, ob das Modell auch für seine Gemeinde Perspektiven bietet.

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