Kriminalhauptkommissar Oliver Milhoff klärte im Kursana Quartier Sundern über Betrugsmaschen auf.

 
02.02.2026

Schutz vor Betrügern: Polizei klärt auf

In einer Informationsveranstaltung der Polizei erfuhren die Seniorinnen und Senioren im Kursana Quartier Sundern, wie sie sich vor Trickbetrügern schützen können.

Allendorf. Kriminalhauptkommissar Oliver Milhoff von der polizeilichen Beratungsstelle und dem Opferschutz in Meschede war gekommen, um zum Thema Seniorensicherheit aufzuklären. Sein gleich zu Beginn formuliertes Ziel: nicht zu verunsichern, sondern zu informieren und zu sensibilisieren.

Der erfahrene Polizeibeamte verstand es, mit einer Mischung aus kurzen Videos, anschaulichen Beispielen und offenen Gesprächen zu zeigen, wie Betrüger vorgehen und wie man sich effektiv schützen kann – ob vor Trick- und Taschendiebstählen, Haustürgeschäften, Schockanrufen oder anderen Betrugsmaschen. Immer wieder beantwortete er Fragen und bezog seine Hörer aktiv mit ein. „Seine Art war mitreißend und es war leicht, ihm zu folgen“, lobte Quartierskoordinatorin Linda Behnen.

Der Kommissar erklärte unter anderem auch, warum gerade Senioren häufig ins Visier von Betrügern geraten. „Das hat nichts mit mangelnder Intelligenz zu tun“, betonte er. Auch Staatsanwälte und Polizeibeamte seien schon zu Betrugsopfern geworden. Gefährlich sei insbesondere, wenn Betrugsmaschen auf die emotionale Ebene abzielten, wie der sogenannte Enkeltrick. Schnell reagiere man in der Aufregung impulsiv und lasse sich von Sorge oder Mitleid leiten. Gerade deshalb gelte es, informiert und wachsam zu sein.

Und noch eine Botschaft hatte Kriminalhauptkommissar Milhoff für die Anwesenden: Viele Betroffenen schämten sich im Nachhinein und sprächen nicht über das Erlebte. Doch gerade das sei wichtig. Er appellierte, jeden Vorfall zur Anzeige zu bringen.

Neben Mieterinnen und Mietern aus dem Quartier waren auch einige Allendorfer unter den Teilnehmenden, ebenso wie Ortsvorsteher Franz Clute. Alle zeigten sich von dem anschaulichen Vortrag begeistert. „Wir haben auch im Nachhinein noch viele positive Rückmeldungen bekommen“, bestätigte Linda Behnen.

Zur Übersicht