Nicolette Kubovcik (Mitte) – hier mit den Bewohnern Robert Ehlers und Frauke Schulte – versteht sich gut mit den Menschen im Domizil Bremen.
Bremen. Die Buchhaltung im Kursana Domizil Bremen beinhaltet viel mehr als reines Büromanagement: Nicolette Kubovcik (38) hat viel Kontakt zu den Bewohnern und ihren Angehörigen, und sie unterstützt das Team immer gern bei der Organisation von Festen. „Mir gefällt, dass bei meiner Arbeit immer der Mensch im Mittelpunkt steht“, sagt die studierte Juristin, die vor 13 Jahren aus der Slowakei nach Bremen gekommen ist. Zusammen mit ihrem Partner hat sie sich hier ein neues Leben aufgebaut. Doch erst seit sie vor eineinhalb Jahren in der Senioreneinrichtung zu arbeiten begann, fühlt sich Bremen wie ihre Heimat an.
Der Satz „Sie sind meine Frau!“ war der Durchbruch
Als sie nach dem Jurastudium in der Slowakei dort keinen Platz in einer Anwaltskanzlei finden konnte, entschloss sich Nicolette Kubovcik 2013 mit ihrem Partner zum Neustart in Bremen, wo eine Tante von ihr lebt. Da ihr Abschluss hier nicht anerkannt wurde und ihr Mann mit seinem Kranführerschein keine Arbeit fand, mussten beide beruflich von vorn beginnen. Nicolette Kubovcik arbeitete sich von der Zeitarbeit in der Lagerlogistik mit Nebenjob in einer Tankstelle über die Tätigkeit in einem Übersetzungsbüro und die Weiterbildung in Büromanagement zur Buchhalterin und Assistentin der Geschäftsführung in einem kleinen Unternehmen hoch. Zusätzlich perfektionierte sie ihr Deutsch und bekam zwei Kinder. Als sich die engagierte Allrounderin mit dem Herz auf dem rechten Fleck 2025 bei der damaligen Direktorin des Domizils Sabine Häßner bewarb, erkannt diese gleich ihr Potenzial. „Ihr Satz `Sie sind meine Frau´ hat mich tief bewegt“, sagt Nicolette Kubovcik. „Hier wurde ich herzlich aufgenommen und habe im Team Freunde gefunden.“
Neustart in der Fremde erfordert hohen Einsatz
Heute ist Nicolette Kubovcik dankbar für die gelungene Integration, die sie durch hohen Einsatz geschafft hat. „Man darf trotz all der Anstrengung nie aufgeben, wenn man in einem fremden Land etwas erreichen will“, sagt sie und erzählt, wie sehr sie ihre Eltern in der Slowakei vermisse. „Gerade deshalb bedeutet es mir so viel, dass ich im Domizil den Bewohnern Gutes tun kann.“
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