Corinna Müller und Christian Kühn freuen sich, dass ihr ansprechend präsentiertes Essen bei ihren „Stammgästen“ im Kursana Domizil Buchholz so gut ankommt.
Buchholz. In der Küche vom Kursana Domizil Buchholz wird viel zusammen gelacht. Sieben Urkunden von 10-jährigen Dienstjubiläen, die an den Wänden vom Pausenraum des zehnköpfigen Küchenteams hängen, bringen es auf den Punkt: Hier kennt und mag man sich. „Es ist manchmal stressig, für über hundert Menschen zu kochen. Aber wir arbeiten mit unseren Küchenhelfern und Servicekräften Hand und Hand. Und wir machen es uns schön miteinander“, sagt Küchenchef Christian Kühn (41), der wie seine Kollegin Corinna Müller (46) seit 2009 in der damals frisch eröffneten Senioreneinrichtung arbeitet. „Ich kann mir keinen anderen Arbeitsplatz vorstellen, weil man hier einen Bezug zu den Menschen hat, für die man das Essen zubereitet“, sagt Köchin Corinna Müller, die vorher bereits neun Jahre in einer anderen Senioreneinrichtung zum Küchenteam des Unternehmens gehörte.
Christian Kühn war zuvor in einem Restaurant in Buchholz tätig, wollte jedoch der Familie zuliebe nicht mehr bis nach Mitternacht in der Küche stehen. Im Domizil lernte er neben der festen Arbeitszeit von 6.00 bis 14.30 Uhr auch das ehrliche und direkte Feedback von den Senioren zu schätzen. „Einer von uns beiden gibt täglich im Restaurant das Essen aus und bekommt zahlreiche Rückmeldungen, ob es geschmeckt hat“, erzählt er. Schon in die Menüplanung werden die Bewohner mit einbezogen: Der abwechslungsreiche und ernährungspsychologisch für die Bedürfnisse von Senioren ausgelegte Rahmenspeiseplan mit täglich zwei Menüs zur Auswahl wird monatlich mit der Direktion und wechselnden Bewohnergruppen durchgesprochen, ergänzt und angepasst. „Manchmal bevorzugen die Senioren andere Beilagen. Oder sie wünschen sich einfache Gerichte wie Weißkohleintopf mit Lammfleisch, Bratkartoffel mit Spiegelei oder ein Schmalzbrot zum Abendessen. Regionale Hausmannskost steht hoch im Kurs, weil sie Erinnerungen an früher weckt“, erzählt Christian Kühn.
Salate werden frisch zubereitet, Soßen und Dressings genauso wie Frikadellen selbst von Hand gemacht. Mindestens dreimal pro Woche wird im Haus Kuchen gebacken. Manchmal unterstützt die Küche auch die soziale Betreuung, wenn deren Mitarbeitende zusammen mit den Bewohnern einen griechischen Salat oder eine Erdbeertorte zubereiten möchten. „Bei uns im Haus gibt es kein Ich, sondern nur ein Wir“, sagt Corinna Müller. „Wenn die Bewohner zufrieden sind und ich ihre Dankbarkeit erlebe, ist das für mich das größte Geschenk.“
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