Die Arbeit mit dem interaktiven Therapieball fördert die kognitiven und motorischen Fähigkei-ten der Bewohner.
Buchholz. Um die Lebensqualität für die demenziell erkrankten Bewohnerinnen und Bewohnern zu verbessern, wird ihr Wohnbereich im Kursana Domizil Buchholz aktuell Schritt für Schritt weiterentwickelt. „Unser Ziel ist es, eine Umgebung zu schaffen, die Menschen mit Demenz Sicherheit und Orientierung bietet und gleichzeitig ihre Sinne anspricht, vorhandene Fähigkeiten fördert und schöne Momente im Alltag ermöglicht“, sagt Direktorin Yvonne Martini. In diesem Sommer wurde bereits mit der Neugestaltung des Gartens begonnen.
Der in Rundform angelegte Garten wurde neu bepflanzt und seine Dekoration erneuert. Hier können sich die Bewohnerinnen und Bewohner frei bewegen, verschiedene Bereiche entdecken und gelangen auf ihrem Weg immer wieder zu vertrauten Ausgangspunkten zurück. Bei der Gestaltung wurde besonderer Wert auf Sinnesanregungen gelegt. Verschiedene Kräuter laden dazu ein, bekannte Düfte wahrzunehmen. Windräder und Figuren sorgen für visuelle Reize und machen den Garten lebendig. Unterschiedliche Materialien und kleine Tastangebote ermöglichen es zudem, die Umgebung mit den Händen zu entdecken. „Ein vertrauter Duft, eine bestimmte Oberfläche oder eine Bewegung im Garten können Erinnerungen und Gefühle ansprechen – auch dann, wenn Worte zunehmend schwerfallen“, sagt Yvonne Martini. „Zudem arbeiten wir mit innovativen Methoden wie dem interaktiven Therapieball, um die kognitiven und motorischen Fähigkeiten der Bewohner zu fördern.“ Als nächstes soll auch der Innenbereich um demenzgerechte Elemente ergänzt werden.
Da die Direktorin selbst ausgebildete gerontopsychiatrische Fachkraft ist, liegt ihr als weiterer Schwerpunkt die Schulung der Mitarbeitenden am Herzen: Sie erhalten zusätzliches Wissen, um bei Bewohnern Veränderungen frühzeitig erkennen und einordnen zu können. Und sie lernen, hinter die Fassade von herausforderndem Verhalten zu blicken, um die dahinter liegenden Gefühle und Bedürfnisse besser zu verstehen und angemessen reagieren zu können. „Pflegende brauchen viel Empathie und müssen die Biografie von Menschen mit Demenz kennen, um auf Erkrankte individuell eingehen zu können“, sagt Yvonne Martini. „Nur so können sie Vertrauen schaffen, Orientierungshilfen geben und für Betroffene einen Ort zum Wohlfühlen schaffen.“
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