Die Fünftklässler hatten für die Senioren Fragen zum Schulalltag früher vorbereitet.
Stralendorf. Die Aufregung und die Vorfreude waren groß, als die Schülerinnen und Schüler aus der fünften Klasse des Gymnasialen Schulzentrums „Felix Stillfried“ in Stralendorf am Welt-Alzheimertag das Kursana Domizil im Ort besuchten. Die Kinder wollten für ihr Schulprojekt „Schule früher“ Erfahrungsberichte von der älteren Generation einholen. Mit Fragen wie „Was gab es früher für Unterrichtsfächer?“ und „Was war Ihr Lieblingsfach?“ kamen sie in kleinen Gruppen schnell mit den Bewohnerinnen und Bewohnern ins Gespräch. „Es war schön zu erleben, wie schnell das Eis zwischen den Generationen gebrochen ist“, sagt Liz Metzler, Leiterin der sozialen Betreuung. „Die Kindern und unsere Senioren führten lange, intensive Gespräche, lachten und staunten miteinander.“ Im Anschluss an die Fragestunde wurde gemeinsam gemalt und gebastelt und von den Kindern vorgelesen. Zudem hatten sie Spiele mitgebracht, die sie den Bewohnern geduldig erklärten.
In den Kontakten mit den Senioren erlebten die Kinder, dass sich manche beim Erzählen mehrfach wiederholten. Ein Bewohner berichtete ihnen davon, dass er gleich zum Fußballspielen nach Rostock fahren werde. „So kamen sie zum ersten Mal mit dem Thema Demenz in Berührung“, erzählt Liz Metzler, die den Fünftklässlern kindgerecht und vereinfacht die Alzheimer-Erkrankung erklärte. „Ich sagte ihnen, dass für die betroffenen Senioren Erinnerungen aus lang vergangener Zeit präsent sind, während sie soeben Erlebtes oft vergessen. Dies war neu für sie, wurde merklich gut aufgenommen und scheinbar auch verstanden.“ Am Ende bedankten sich die Senioren für den schönen Besuch und gaben den Kindern ein tolles Lob mit auf den Weg: Sie seien davon beeindruckt, wie höflich, wissbegierig und sozial eingestellt die junge Generation sei.
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