Im Kursana Domizil spielt Erika Müller auf ihrem Akkordeon Volkslieder, liest Texte und Gedichte.
Künzell. Wenn Erika Müller im Kreise der Senioren Platz nimmt und auf ihrem Akkordeon in C-Dur die ersten Töne von „Kein schöner Land“ oder in F-Dur das Liebeslied „Ännchen von Tarau“ spielt, stimmen die Senioren sofort mit ein und spüren in der Chorgemeinschaft ein harmonisches Gefühl von Zugehörigkeit und Zusammenhalt. Viele haben Notenblätter in den Händen, doch die Texte sitzen und kommen oftmals auch ohne Blick auf das Papier ins Gedächtnis zurück, weil die Melodien mit Emotionen und schönen Erlebnissen verbunden sind.
Die Musikerin hat viele Fans im Kursana Domizil. Die Musiknachmittage sind stets gut besucht, wenn Erika Müller virtuos in die schwarz-weißen Tasten greift, ihr Instrument auseinanderzieht und zusammendrückt und mit Volksliedern für gute Laune sorgt. Das Publikum braucht keine Aufwärmphase – schon wenige Takte reichen, um die Herzen zu berühren. Musik schafft Begegnungen, bricht Barrieren auf und fördert spontane soziale Interaktionen – auch bei Menschen, die sich sonst zurückziehen.
In geselliger Runde entstehen bei den Musiknachmittagen schöne Momente. Auch Texte und Gedichte, die die 80-Jährige vorträgt, sorgen für ein gutes Gefühl und laden zum Nachdenken ein. Alle sind dankbar für das ehrenamtliche Engagement von Erika Müller. Den Kontakt zur Senioreneinrichtung hat die Musikerin über ihre Schwiegertochter geknüpft, deren Eltern, Helene und Otto Bettinger, im Kursana Domizil zuhause sind. Erika Müller sagt, sie engagiere sich bereits ihr ganzes Leben lang ehrenamtlich und da stand für sie nach den ersten Besuchen schnell fest, dass sie für alle im Kursana Domizil Musik machen möchte.
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