Der Besuch der „Kerweborschen“ im Kursana Domizil weckte bei den Senioren viele Erinnerungen an das traditionsreiche Fest.
Kriftel. Ein Stück Krifteler Lebensgefühl hielt Einzug im Kursana Domizil am Freizeitpark: Die Kerbeburschen, vielen auch unter ihrem traditionellen Namen „Die Wulle“ bekannt, besuchten die Senioren und brachten ihre Tradition musikalisch mit ins Haus. Gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern stimmten die jungen Männer und Frauen in ihrem Kerb-Outfit mit roter Schärpe einige Melodien an. Bei den bekannten Liedern sangen die Senioren mit.
Der Besuch zeigt, welche Bedeutung örtliche Vereine und vor allem die Kerbgesellschaft für das gesellschaftliche Miteinander haben. Die Kerbburschen und -mädchen etablieren Bräuche, bewahren Rituale, schaffen Begegnungen und halten die Verbindung zwischen den Generationen lebendig. Gerade für ältere Menschen, die häufig auf eine lange persönliche Geschichte mit ihrem Wohnort zurückblicken, können solche Besuche wie der von den „Kerweborschen“ eine besondere Bedeutung entfalten: Sie stärken bei der älteren Generation das Gefühl, weiterhin Teil des örtlichen Lebens zu sein.
Die Krifteler Kerbeburschen tragen diese Verbundenheit auf ihre eigene Weise weiter. Als „Die Wulle“ prägen sie seit vielen Jahren die örtliche Kerbetradition. Ihr Name erinnert an die historische Gänsezucht in Kriftel. Die Kerbegesellschaft organisiert das traditionsreiche Fest, dessen Programm unter anderem den Kerbeumzug, das Stellen des Kerbebaums und den traditionellen Frühschoppen umfasst.
Im Kursana Domizil bedankten sich die Senioren für das Treffen mit der Kerbegesellschaft. Als kleine Anerkennung für ihren Besuch und die musikalische Unterhaltung erhielten sie ein besonderes Geschenk: ein eigenes Maskottchen mit dem Wappen der Wulle. Es reist nun mit den Kerbeburschen weiter.
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