Lydia Damian war beim Karaoke-Abend im Kursana Domizil begeistert dabei und brachte mit ihrem Lied den ganz Saal in Schwung.

 
05.05.2026

Kursana kann Karaoke

Eingebettet in die Tradition des „Tanz in den Mai“ hat das Team der Sozialen Betreuung im Kursana Domizil Alzey für die Senioren erstmals einen Karaoke-Abend veranstaltet. Gesungen wurden beliebte Schlager, die viele Erinnerungen weckten.

Alzey. Anfängliche Zweifel und Skepsis waren schnell vergessen, da der Spaß am gemeinsamen Singen überwog. Die Senioren überwanden nach und nach die Hemmschwelle, traten ans Mikrofon und stimmten ihre Lieblingslieder an. Textsicher waren alle, die Zeilen sind unvergessen, so wie die schönen Erinnerungen, die sie mit den Schlagern verbinden. Die Resonanz übertraf alle Erwartungen – Kursana kann Karaoke. 

Beim Auftakt des Karaoke-Singens gestaltete Andreas Willmuth mit dem Schlagerklassiker „Griechischer Wein“ den Auftakt. Mit dem Lied machte sich Udo Jürgens 1974 Gedanken über die sogenannten Gastarbeiter und deren Sehnsucht nach der Heimat. „Und die altvertrauten Lieder, schenk nochmal ein“, sang Udo Jürgens damals und auch Andreas Willmuth freute sich über das für ihn altvertraute Lied, das er vor vergnügtem Publikum singen durfte.

Ganz locker ging es auf der Karaoke-Party mit Lydia Damian weiter, die sich für einen Evergreen der schwedischen Sängerin Siw Malmkvist aus dem Jahr 1964 entschied. „Schade um die Tränen in der Nacht, weil schon morgen dein Herz darüber lacht“, schallte es durch den Saal. Den Refrain kannten alle, und dann sangen die Schlagerfans im Chor: „Liebeskummer lohnt sich nicht“.

Karaoke kommt ursprünglich aus dem Japanischen (kara – „leer“; oke – Kurzwort für „Orchester“) und ist seit den frühen 1970er Jahren weltweit verbreitet. Wer sich wagt, hat die Möglichkeit, zu Instrumental-Playbacks bekannter Stücke live zu singen. Wie der Karaoke-Abend im Kursana Domizil gezeigt hat, singt der „Star“ auf der Bühne nicht lange allein, denn spontan stimmen alle mit ein. Somit fungieren die Bewohnerinnen und Bewohner als Akteure im Scheinwerferlicht und sind zugleich das Publikum. Das Singen, so zeigte sich, ist einerseits Ausdruck von Lebensfreude, andererseits ein willkommenes Medium sozialer Integration und individueller Stärkung.

Weil die Senioren bei der Premiere so viel Spaß hatten, soll der Karaoke-Abend, keine Eintagsfliege sein. Das Team der Sozialen Betreuung versprach, regelmäßig zur offenen Bühne einzuladen und dann wie bei der gelungenen Premiere zu den flotten Hits selbstgemachte Bowle und kleine Häppchen zu servieren.

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