Wohnbereichsleiterin Jaqueline Stein ist gerontopsychiatrische Fachkraft

 
21.09.2026

Mit Empathie und Fingerspitzengefühl für demenziell erkrankte Patienten

Erst seit Juni gehört Jaqueline Stein zum Team im Kursana Domizil Marzahn. Bereits im September hat sie einen Wohnbereich übernommen.

Berlin-Marzahn. Jaqueline Stein, gelernte Krankenschwester, ist immer in Bewegung und offen für Veränderungen. Das jüngste Beispiel ist, dass die 58-Jährige noch einmal den Arbeitgeber gewechselt hat.

Ihrem Beruf in der Pflege ist sie dabei immer treu geblieben. „Seit ich 24 bin, mache ich das jetzt“, erzählt sie. Nie hat sie sich zufrieden gegeben mit dem Iststand, hat viele Fortbildungen gemacht, um mehr zu erfahren und anwenden zu können. Sie ist Praxisanleiterin, kann mit Palliativpatienten umgehen und hat sich zur gerontopsychiatrischen Fachkraft ausbilden lassen.

In ihrem aktuellen Wohnbereich gibt es eine große Zahl demenziell erkrankter Bewohner. „Das Allerwichtigste im Alltag mit diesen Bewohnern ist es, in deren Welt einzutauchen. Ob jemand seine Eltern sucht oder eine imaginäre Handtasche oder eine Pflegefachkraft für seine Tochter hält, man muss sich darauf einlassen, auf ihre Bedürfnisse eingehen“, erklärt sie die Grundregel. Man werde im Pflegeheim zur Bezugsperson und müsse mit Empathie und Fingerspitzengefühl agieren.

Ihren elf Mitarbeitern gibt die Mutter dreier erwachsener Kinder gerne Tipps. Doch eigentlich, erzählt sie, lebt sie ihnen einfach vor, wie man mit den demenziell erkrankten Bewohnern am besten umgeht. 

In den Häusern, in denen Jaqueline Stein vorher gearbeitet haben, hat sie mit großer Freude Info-Abende für Angehörige gemacht. Das sei sehr gut angekommen, weil es den Angehörigen geholfen hat, ein besseres Verständnis für ihre sich plötzlich so veränderten Eltern zu haben. So etwas könnte sie sich in Marzahn auch vorstellen.

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