Fast ihr gesamtes Berufsleben war Kerstin Lück als Pflegefachkraft bei Kursana in Rastow im Einsatz.
Rastow. Als ihr Direktorin Sarah Zithier Anfang Juli die Urkunde und einen Blumenstrauß zum 35-Jährigen Dienstjubiläum im Kursana Domizil Rastow überreichte, konnte es Pflegefachkraft Kerstin Lück nicht so recht fassen. „Es fühlt sich an, als wäre ich gestern hier gestartet“, sagt die 60-Jährige schmunzelnd. „An meinem ersten Arbeitstag 1991 bin ich erst einmal wieder nach Hause geschickt worden. Da ich kurz nach der Wende wie die meisten anderen noch keinen eigenen Telefonanschluss hatte, war die Dienstplanänderung nicht bei mir angekommen.“ Glücklich war die gebürtige Rastowerin trotz allem darüber, dass sie in „Haus Achterfeld“ anfangen konnte. Denn damit ging ein Kindheitswunsch in Erfüllung.
Schon als Kind entschied sie sich für „Haus Achterfeld“
Kerstin Lück hat schon mit dem Schulchor für die Senioren in der Pflegeeinrichtung gesungen und später in den Schulferien im Haus gejobbt. Da ihr die herzliche Atmosphäre und das familiäre Miteinander gefiel, traf sie die Entscheidung: Genau hier möchte ich später arbeiten. 1982 startete Kerstin Lück in die dreijährige Ausbildung zur Krankenschwester in der Nervenklinik Schwerin mit Schwerpunkt auf Geriatrie, psychiatrische, neurologische und Sucht-Erkrankungen. Nach der Geburt ihrer beiden Töchter 1987 und 1989 arbeitete sie kurzzeitig als Erziehungshelferin in einer Kita und erneut in der Klinik, bevor sie sich in „Haus Achterfeld“ bewarb. „Im Krankenhaus wechseln die Patienten ständig. Ich schätze an der Altenpflege, dass man wirklich eine Beziehung zu den Menschen aufbauen kann“, sagt sie. Zahlreiche Bewohner und Kollegen kannte sie noch von früher. „Ich fühle mich bei der Arbeit wie in einer großen Familie und weiß zu schätzen, dass wir im Team zusammenhalten.“
Bis heute erlebt sie viel Freude im Pflegeberuf
Wegen einer chronischen Erkrankung wechselte Kerstin Lück vor sechs Jahren ins benachbarte „Haus Pulverhof“, einer Pflegeeinrichtung für durch Suchterkrankung mehrfach chronisch geschädigte Menschen. Hier ist die Arbeit körperlich leichter, da die Bewohner noch mobiler sind. Ins „Haus Achterfeld“ kehrt sie regelmäßig in ihrer Funktion als Praxisanleiterin zurück, um die Auszubildenden zu betreuen. „Ich habe bis heute so viel Freude in meinem Beruf, dass ich mich jederzeit wieder für die Pflege entscheiden würde“, sagt sie und strahlt.
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