Kerstin Herzog beim Theaterbesuch.
Lingen. Die 52jährige Kerstin Herzog sitzt im Rollstuhl und lebt mit einer Aphasie, einer erworbenen Sprachstörung. Trotz ihrer eingeschränkten Sprachfähigkeit findet sie täglich neue Wege, sich mitzuteilen und Beziehungen zu pflegen. Kürzlich besuchte sie gemeinsam mit älteren Bewohnerinnen und Bewohnern die Theateraufführung „Irish Dance“. Gemeinsam mit den Senioren genoss sie die Darbietung und tauschte sich anschließend darüber aus. Auch während der gemeinsamen Mahlzeiten im Speisesaal sucht Kerstin Herzog aktiv den Kontakt zu den älteren Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern. „Ihre freundliche Ausstrahlung und ihre nonverbale Kommunikation schaffen Nähe und Verbundenheit“, hat Sabine van Olfen beobachtet, die Leiterin der Sozialen Betreuung im Haus.
Ein Beispiel für gelebte Gemeinschaft ist auch der 52jährige Karsten Rosen. Der technikbegeisterte Rosen teilt sein Wissen gern mit anderen Bewohnerinnen und Bewohnern. Ob beim Einstellen des Fernsehers, dem Einrichten von Tablets oder dem Erklären von Mobiltelefonen – er hilft, wo er kann. „Mit seiner Geduld, seinem Humor und seinem Engagement ist er zu einer wertvollen Anlaufstelle für viele Mitbewohnerinnen und Mitbewohner geworden“, weiß Sabine van Olfen.
So sind Kerstin Herzog und Karsten Rosen zwei Beispiele für den gelebten Mehrgenerationen-Alltag im Domizil.
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